Trends & Zukunft Energiewände

Energiewände

Leuchtende Zimmerdecken oder Bildschirme, die sich zusammenrollen lassen: Organische Leuchtdioden, von kurzer Dauer OLED, könnten unsrige Beleuchtung revolutionieren.

Gerade noch galten Leuchtdioden (Leuchtdiode) denn Licht welcher Zukunft, da bahnt sich schon die nächste Revolution an: Organische Leuchtdioden (OLED) sind so irgendwas wie die jüngeren Geschwister welcher Leuchtdiode. Sie tun im Prinzip homolog, nur dass statt Halbleiterkris­tallen Kunststoff unter Strom gesetzt wird, welcher zu leuchten beginnt. Der Vorteil: Kunststoff ist sehr viel leichter zu verarbeiten und preiswerter. Die neue Technik kommt schon heute in kleineren Displays etwa von Handys oder Digitalkameras zum Einsatz. In den nächsten Jahren soll sie Glüh- und Energiesparlampen, Leuchtdiode, nunmehr unter ferner liefen LCD-Bildschirme und die letzten Röhrenfernseher ersetzen.

Da selbstleuchtende OLED ohne aufwendige Hintergrundbeleuchtung auskommen, sind die Displays zum Teil weniger denn zusammenführen Millimeter schmächtig und extrem geschmeidig. Dadurch lassen sich in Zukunft sogar Bildschirme herstellen, die man zusammenrollen und wie eine Zeitung verstauen kann. Die digitale Lektüre wird hervorragend lesbar sein: OLED liefern aus jedem Blickwinkel eine hohe Bildqualität, da sie in sämtliche Richtungen leuchten. Ihr ungewöhnlich helles Bild baut sich solange bis zu 2000-mal schneller aufwärts denn für einem LCD-Fernseher. Zudem sparen sie Energie, da die Hintergrundbeleuchtung wegfällt und inaktive OLED-Pixel keinen Strom verbrauchen.

Leuchtende Fenster

Lichtskulptur

Lichtskulptur „pirOLED“: Neue Wege im Design z. Hd. Licht und Leuchten

Anders denn Energiesparlampen oder Leuchtdiode leuchten OLED nicht punktförmig sondern ganzflächig. Zwischen zwei durchsichtigen Kunststoffplatten liegt hauchdünnes organisches, halbleitendes Material. Wird Strom verbunden, beginnt dies Innere des Sandwiches zu leuchten. Nahezu jede irgendwelche Fläche in jeder Form lässt sich mit OLED beschichten und aufwärts Knopfdruck zu einer Lichtquelle zeugen. Da sie so nahezu jeden Gegenstand in eine Lichtquelle verwandeln können, werden die dünnen Displays unsrige Raumbeleuchtung wohl grund­legend verändern. Lichtdesignern und Architekten bietet die neue Technik ungeahnte Möglichkeiten: Wände und Zimmerdecken funkeln wie Kinoleinwände. Mobiliar, Vorhänge und Stoffe erstrahlen in jeder Farbe. Sogar Fenster, die während des Tages Tageslicht durchlassen, können sich so abends in glühende Leuchtscreens verwandeln. Einen Lampenschirm nötig haben OLED nicht, denn sie verteilen dies Licht unbeirrbar im Raum. Niemand wird mehr von gleißend hellen Halogen- oder Punktstrahlern geblendet.

Großer Nachteil: welcher Preis

Die Technologie steckt schon noch in den Kinderschuhen. Besonderer Nachteil: Ihre Herstellung ist bislang noch sehr teuer. Es gibt erst wenige Geräte damit aufwärts dem Markt: ohne Desig­nerstücke wie die Leuchtskulptur „pirOLED“ von Osram oder die interaktive Lichtwand „LumibladeLiving Shapes“ von Philips, die Bewegungen vor welcher Wand nachzeichnet. Hersteller in aller Welt funktionieren jedoch peinlich genau daran, OLED preiswerter und z. Hd. die Allgemeinbeleuchtung begehrt zu zeugen.

Aus gleichem Grund gibt es bisher keine großflächigen OLED-Bildschirme im Handel. „Die Technologie kommt momentan vor allem für sehr kleinen Bildschirmgrößen von wenigen Quad­ratzentimetern zum Einsatz“, sagt Rigo Herold vom Dresdner Fraunhofer-Institut, Center for Organic Materials and Electronic Devices (COMEDD). „Beispiele sind die Viewfinder von Digitalkameras oder – noch Vorleger – von Handy-Beamern sowie Datenbrillen.“

Innovative Fertigung

Forscher Herold und sein Team funktionieren intensiv an neuen Fertigungsmethoden. Im vergangenen Jahr entwickelten sie eine Technik, um kleine OLED-Bildschirme ohne teuren Farbfilter zu produzieren. Das senkt die Herstellungskos­ten und verbessert zusammen die Strahlkraft: Bislang dunkelt ein Farbfilter dies Licht unabsichtlich ab und unterdrückt bestimmte Farbbereiche. Daher lässt sich nur ein Fünftel des emittierten Lichts nutzen – mit welcher neuen Methode sind es 100 Prozent.

Von welcher innovativen Fertigung könnte in Zukunft jeder profitieren, welcher ein Smartphone oder eine Digitalkamera verfügt, weiß Herold: „Je weniger Energie z. Hd. die farbige Darstellung aufwärts den Displays verloren geht, umso länger halten unsrige Akkus zum Tele­fonieren, Surfen oder Fotografieren.“ Aber jedes Licht fängt einmal kurz an.