Trends & Zukunft „Kabelwesen“: Strommasten als Hingucker

„Kabelwesen“: Strommasten als Hingucker

Noch leben sie nur als Kunstwerke oder Designstudien: Strommasten als Hingucker, die sich viel anmutiger in die Landschaft einfügen als die jetzigen stählernen Riesen.

Achterbahn, Segel, Steinschleuder oder Rentiere: Architekten, Designer und Künstler zeugen sich daran, mit all ihrer Fantasie und kühnen Visionen den Strommast neu zu erfinden. Seit 100 Jahren hat sich an dieser Form dieser klassischen Stahlgittermastenkonstruktion kaum irgendwas verändert: Richtig stabil muss ein Freileitungsmast sein und wetterfest natürlich, an gestalterische Kriterien wurde früher nicht gedacht. Als die vier Mitglieder dieser Künstlergruppe „Inges Idee“ eingeladen waren, zu Gunsten von die Landschaftsausstellung Emscherkunst 2013 eine Skulptur zu errichten, radelten sie zur Inspiration an den Ufern des Flusses im Ruhrgebiet vorwärts.

„Da stachen uns die unzähligen Strommasten ins Auge, wie sie in Reih und Glied stillstehen“, erzählt Georg Zey: „Uns kam die Idee: Kann nicht ein Mast aus dieser Gleichförmigkeit mal losbrechen?“ Und so schufen sie ihren „Zauberlehrling“: zusammensetzen Freileitungsmast in dieser Originalgröße von 35 Metern, dieser elegant und mit viel Schwung im Wortsinn aufwärts dieser Wiese aus dieser Reihe tanzt. Einen ersten Prototypen aus einem Drahtkleiderbügel zurechtzubiegen, war noch simpel. Aber den ausbüchsenden Strommasten an dieser Emscher in Oberhausen aufzurichten, zwölf Tonnen schwergewichtig, aus 375 Einzelteilen zusammengesetzt, dies war eine logistische Meisterleistung.

„Die ich rief, die Geister …“

Und warum heißt die Riesenskulptur „Zauberlehrling“, wie die Ballade von Goethe? Deren bekanntester Spruch lautet: „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los“. Georg Zey findet, dass sich dies Bild ganz gut aufwärts den Umbruch im Ruhrgebiet und wenn schon aufwärts die Energiewende veräußern lässt. Die „Geister“, recht unbeliebte, sind die neuen Stromtrassen, die in den nächsten Jahren Tausende Kilometer weit schepp durch Deutschland gebaut werden sollen.

Der Windstrom aus dem Norden, dieser dort zu viel ist, muss ja irgendwie in den Süden, wo wegen des Atomausstiegs zu wenig Strom erzeugt wird. Ohne Netzwende gibt es keine Energiewende. Eine Verlegung dieser Stromkabel unter die Erde ist aus geologischen Gründen nicht überall möglich und um ein Vielfaches teurer als Freileitungen. Also sollten die Strommasten zumindest kunstreich gefälliger werden und besser in die Landschaft passen.

Neue Masten braucht dies Land

Ob dieser „Zauberlehrling“ tatsächlich Stromkabel tragen könnte, wissen die Künstler von „Inges Idee“ nicht. Aber es gibt homolog kühne Ideen, die beim Aushecken eines alternativen Designs zu Gunsten von Freileitungsmasten wenn schon die Erfordernisse des Stromtransports einschließen. Bisher sind weltweit nur wenige Designermasten als Einzelstücke im Einsatz.

Doch dies wird sich ändern: Das britische Energieministerium schrieb zu Gunsten von eine neue Stromtrasse im Südwesten des Landes zusammensetzen Designerwettbewerb aus, für dem eine Flut von 250 Konzepten und Ideen einging. Gewinner war ein dänischer Entwurf: Das elegante T wird nicht nur Stromleitungen einlassen, sondern wenn schon die Landschaft verschönern. Und wenn schon in Deutschland plant ein Übertragungsnetzbetreiber an dieser niederländischen Grenze eine Versuchsstrecke mit einem neu gestalteten Höchstspannungsmast. Es wird spannend in Deutschlands Energielandschaften!

„Kabelwesen“ in dieser Bildergalerie

Architekt

Architekt und DesignerYong ho Shin spannt Stromleitungen mit einer Achterbahn als Mast übers LandAchterbahn

Der

Der tanzende Zauberlehrling stammt von dieser Künstlergruppe „Inges Idee“Zauberlehrling

Amerikanische

Amerikanische Architekten (Choi + Shine) nehmen den Begriff Stählerne Riesen Wort für WortStählerne Riesen

Eine

Eine Silhouette in dieser Landschaft stellen sich englische Designer (Ian Ritchie Architects) vor Silhouette

Hochbeinige

Hochbeinige Mastwesen entwirft dieser Kölner Architekt Dietmar KöringMastwesen

Z. Hd. eine größere Ansicht und mehr Informationen bitte sehr aufwärts die Bilder klicken


Supraleiter zu Gunsten von mehr Strom in dieser Leitung

Ihre Entdeckung brachte dem deutschen Physiker Georg Bednorz und dem Schweizer Karl Alexander Müller 1987 den Nobelpreis zu Gunsten von Physik ein: Hochtemperaturleiterseile, von kurzer Dauer Supraleiter, steigern die Energieübertragung. Die Leiter aus Metall-Keramikverbindungen können sich aufwärts mehr als 200 Grad erwärmen, ohne durchzuhängen oder sich zu verformen. Die Hitze entsteht, wenn sehr plötzlich sehr viel Windstrom eingespeist wird. Bestehende Stromtrassen könnten durch die Umrüstung aufwärts Supraleiter etwa die doppelte Strommenge einlassen.